Der Begriff Unigeist beschreibt im Lebenskonzept „Sinn des Lebens“ die universelle Geisteswelt als Ganzes: die Summe aller Geistwesen, aus der jeder Mensch hervorgeht und in die jeder zurückkehrt. Er ist damit kein Gottesname und keine weitere Gottheit neben den bekannten. Er ist der Versuch, das zu benennen, was hinter den unterschiedlichen religiösen Vorstellungen dieselbe Sache meint.
Warum ein neues Wort
Wer nach dem Sinn des Lebens sucht, stößt schnell auf die Namen der Religionen — Gott, Allah, Nirwana. Sie stehen jeweils in einer eigenen Tradition mit eigenen Bildern, Geboten und Erwartungen. Für viele Suchende ist genau das die Hürde: Sie ahnen etwas hinter diesen Traditionen, finden aber in keiner davon ihre Sprache.
„Hinter Begriffen wie Gott, Allah, Nirwana oder anderen Gottheiten steht eine einheitliche universelle Kraft. Diese Kraft übersteigt unsere Vorstellungskraft, aber wir können sie als Liebe begreifen. In der geistigen Welt herrschen Einheit, Licht und Liebe vor.“
— Dieter Schwerter, Kapitel 3 →
Der Unigeist ist der Begriff für diese eine Kraft, bevor sie in eine Religion übersetzt wird. Er nimmt keiner Tradition ihre Berechtigung. Er benennt nur, was sie nach diesem Konzept gemeinsam meinen.
Keine Hierarchie über uns, sondern eine, in der wir stehen
Der entscheidende Unterschied zum vertrauten Gottesbild liegt in der Richtung. Nicht: dort oben ist eine Macht, hier unten sind wir. Sondern: Wir sind selbst Teil dieser Geisteswelt — nicht bildlich gemeint, sondern als Aussage über das, was wir sind.
„Wir sind alle Teil des geistigen Universums (Unigeist). Basierend auf zahlreichen Botschaften aus der geistigen Welt verstehen wir, dass diese in einer Struktur von oben-licht bis unten-dunkel organisiert ist. Sie besteht aus der Summe aller Geistwesen, die nach ihrer Inkarnation ihren Platz in der Hierarchie der geistigen Welt einnehmen. Unabhängig davon, ob sie hell oder dunkel sind, stellt der gesamte geistige Bereich die Einheit aller Geistwesen dar, wodurch wir alle Teil der universellen Allmacht sind.“
— Dieter Schwerter, Kapitel 13 →
Es gibt in diesem Bild also durchaus eine Ordnung — von licht bis dunkel —, aber keine Trennung. Wer weiter unten steht, ist nicht ausgeschlossen, sondern weiter vom Licht entfernt. Und der Weg dorthin steht offen.
Was daraus praktisch folgt
Aus dieser Sicht ergibt sich eine Konsequenz, die im Alltag mehr verändert als jede Lehrmeinung: Wenn wir um Hilfe bitten, wenden wir uns nicht an eine fremde Instanz, sondern aktivieren etwas, das zu uns gehört. Und am Ende eines Lebens steht nach diesem Konzept kein äußeres Gericht. Wir vergleichen selbst die Bilanz unseres Lebens mit dem, was wir uns vorgenommen hatten.
Für das Verhältnis zu anderen Menschen folgt daraus dasselbe. Wenn alle Geistwesen gleich sind, gibt es keinen Rang, der jemanden über einen anderen stellt.
„Jeder Mensch sollte sich bewusst sein, dass er Teil einer universellen Geisteswelt (UNIGEIST) ist, in der alle geistigen Wesen gleich sind. Das Leben mit anderen Menschen auf Augenhöhe setzt die Maßstäbe für Anstand und Moral.“
— Dieter Schwerter, Teil 3, Manifest des Glaubens →
Das ist die ganze Ethik dieses Konzepts, und sie kommt ohne Gebotsliste aus. Zwei Sätze genügen: Ja zu einem Schöpfungsplan, und Nächstenliebe im Bewusstsein, dass wir alle gleich sind.
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Ausführlich behandelt wird der Unigeist in Kapitel 3 — Die universelle Allmacht und Kapitel 13 — Leben und Tod. Die Kurzfassung steht in Teil 3 — Manifest des Glaubens.