Die Existenz der universellen Allmacht steht außer Frage, auch wenn es unterschiedliche Vorstellungen darüber gibt. Hinter Begriffen wie Gott, Allah, Nirwana oder anderen Gottheiten steht eine einheitliche universelle Kraft. Ein Zweifel an dieser Allmacht kann durch die Betrachtung des Menschen als Schöpfungsergebnis mit seinen einzigartigen Funktionen geklärt werden. Phantastische Prozesse finden im menschlichen Körper statt: das Atmungssystem, das Blutsystem, das Verdauungssystem, das Nervensystem, die Gehirnfunktion und das individuelle Geistwesen, das den Körper frei nutzt.
Es wird deutlich, dass eine allmächtige Kraft hier und in der Natur gewirkt hat. Diese Kraft übersteigt unsere Vorstellungskraft, aber wir können sie als Liebe begreifen. In der geistigen Welt herrschen Einheit, Licht und Liebe vor. Die Polarität, die unsere materielle Welt prägt, existiert in der geistigen Welt nicht. Das Böse ist Teil unserer Polarität und steht im Kontrast zum Guten und somit zur Liebe. Die Verarbeitung dieses polaren Prinzips ist der Inhalt unseres Lebens- und Entwicklungsprogramms.
Es fällt uns schwer, dieses Prinzip zu akzeptieren, da wir oft die Verantwortung, vor allem in schwierigen Situationen, abgeben möchten. Doch da wir die Freiheit haben, über unser Leben selbst zu bestimmen, kann jeder Mensch selbst Aufgaben und Ablauf seines Lebens, im Guten wie im Schlechten, bestimmen. Die universale Allmacht hat uns die Fähigkeit dazu in Form von Einmaligkeit und Freiheit gegeben. Nach Durchlaufen der Polarität und des Rad des Wiedergeburten kehrt jeder in die Einheit der geistigen Welt zurück.
Im geistigen Bereich existiert das Böse als polare Energie nicht. Hier herrschen Licht und Liebe vor, und die universale Geisteswelt manifestiert sich als Liebe.
